|
Die Kuhrische Nehrung, eine lang gestreckte Halbinsel, die sich von Zelenogradsk (Cranz) fast bis zum litauischen Klaipeda
(Memel) erstreckt und das Kuhrische Haff von der Ostsee abgrenzt, entstand vor rund 7000 Jahren, als sich zwischen einzelnen
Inselkernen Sand anspülte. In ihrer heutigen Gestalt ist sie das Ergebnis eines in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
erfolgreich durchgeführten, nie dagewesenen Projekts des Forstschutzbeamten Franz Epha. Noch vor 200 Jahren wanderten riesige Wanderdünen langsam aber stetig (mit einer Geschwindigkeit von rund 6 Metern im Jahr) Richtung Osten und begruben zahlreiche Dörfer unter sich. Die Stilllegung der Wanderdünen gelang erst besagtem Epha, der als Düneninspektor die sogenannte Stauch−Methode erfand. Durch eine neuartige Bepflanzungsmethode bezwang er die riesigen Sandberge und rettete so unter anderem die Ortschaft Pillkoppen (heute Morskoje) vor einem Grab unter den Dünen. Mit den bizarren Formen der Wanderdünen, den urtümlichen Kähnen der Fischer, schmucken Holzhäusern und den in den Nehrungswäldern äsenden Elchen hat die Kuhrische Nehrung ihre Besucher seit Menschengedenken fasziniert. Schon Wilhelm von Humboldt erklärte 1809: «Die Kuhrische Nehrung ist so merkwürdig, dass man sie eigentlich ebensogut als Spanien und Italien gesehen haben muss, wenn einem nicht ein wunderbares Bild in der Seele fehlen sollte.» Ob Königin Luise, die im Januar 1797 über die Nehrung von Königsberg nach Memel floh, genügend Zeit hatte, das Bild in ihre Seele aufzunehmen, ist nicht überliefert. Auf dem Rückweg besuchen Sie Zelenogradsk, das ehemalige Cranz, das 1816 zum königlichen Seebad erhoben wurde und vor dem Zweiten Weltkrieg der renommierteste und mondänste Badeort an der Samlandküste war. Vor allem nach dem Bau der Königsberg−Cranzer Eisenbahnlinie 1885 stieg die Besucherzahl in dem Badeort sprunghaft an. Die Plantage, eine Seebadeanstalt mit Promenade und ein Warmbadhaus lockten unzählige Besucher nach Cranz und viele Königsberger Familien verlegten in den Sommermonaten ihren Haushalt hierher. Die in der Provinzhauptstadt arbeitenden Väter fuhren dann nach Feierabend, das Badetuch über den Schultern, mit dem Zug zu ihrer Familie. Aufgrund seiner Lage am Südende der Kurischen Nehrung war Cranz Ende des Zweiten Weltkrieges heftig umkämpft und viele Altbauten sind dabei in starke Mitleidenschaft gezogen worden. Zwar sind noch viele alte Gebäude erhalten, insbesondere im Gebiet zwischen dem Bahnhof, der Post und dem Strand aber erheben sich unübersehbar sozialistische Neubauten und die alte hölzerne Strandpromenade wurde 1970 durch eine breite Betonpiste ersetzt. Ihr deutschsprachiger Guide holt Sie in Ihrem Hotel ab und begleitet Sie auf diesem Ausflug. Er zeigt Ihnen besondere Sehenswürigkeiten und erläutert Ihnen die Geschichte der Nehrung und der einzelnen Ortschaften. Sie besuchen die Vogelwarte in Rossiten und werden auf der Rückfahrt in die Geschichte und Gegenwart des einst berühmtesten Seebades der Samlandküste eingeführt. Bei entsprechendem Wetter haben Sie natürlich auch Gelegenheit, ein Bad zu nehmen. |
|
Ausflug zur Kuhrischen Nehrung und dem Seebad Zelenogradsk (Cranz) inkl. Museum, Mittagessen, Vogelwarte (Preise in Euro) |
|||||
| Teilnehmeranzahl z.B. | 1 Pers. | 2 Pers. | 3 Pers. | 5 Pers. | ab 10 Pers. |
| Preis pro Person | 189,− | 119,− | 94,− | 79,− | auf Anfrage |
| Tel.: + 49 (0) 30 787 797 − 0 • Fax: − 11 • Mo.− Fr. 10 − 18 Uhr • info@eastline−reisen.de • Impressum |
| Home |
| Kaliningrad |
| Hotels |
| Kultur/Freizeit |
| Kuhrischen Nehrung |
| Flug/Anreise |
| Visum |
| Reisespecials |
| Anfrage |