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Die 15.000 qm große russische Enklave zwischen Litauen und Polen hat zwei Namen, zwei Gesichter und blickt auf zwei gänzlich
gegensätzliche historische Epochen ihrer Geschichte zurück. Von der 700−jährigen deutschen Geschichte der ehemaligen
Hauptstadt Ostpreußens ist wenig übrig geblieben, nachdem die britische Luftwaffe im August 1944 bei nächtlichen Bombardements
90% der Königsberger Innenstadt und große Teile des Schlosses zerstörten. Die verbliebenen deutschen Einwohner Königsbergs wurden nach der Einverleibung der Stadt in die Sowjetunion, sofern sie nicht wie die damals 35−jährige Marion Gräfin Dönhoff schon längst geflohen waren, 1946 bis 1948 in den Westen ausgewiesen. Auf persönliche Anordnung Leonid Breshnews wurde neben vielen anderen historisch wertvollen Bauwerken auch das Königsberger Schloss gesprengt. An seiner Stelle errichtete man das ungeheuerliche «Haus der Räte» – von der Bevölkerung in eindeutiger Wertung «Haus des Teufels» genannt. Erst seit der politischen Wende bemüht sich die Stadt, die verschüttete Geschichte der Stadt wieder ans Licht zu bringen. Im historischen Zentrum der Stadt befindet sich noch heute der bedeutende Dom, der sein überleben allein dem an ihn angelehnten Grabmahl Immanuel Kants verdankt und inzwischen umfangreiche Instandsetzungsarbeiten erfahren hat. Ebenfalls erhalten geblieben sind einige der historischen Stadttürme – unter ihnen der massive Wrangelturm, den die Sowjetarmee als Lagerraum nutzte. Ihm gegenüber gelegen, auf der anderen Seite des Oberteiches, den die Ordensritter im 13. Jahrhundert anlegten, um dort Fischzucht zu betreiben, liegt unübersehbar der Dohnaturm. In ihm befindet sich das weltberühmte Bernsteinmuseum. Auf einer Ausstellungsfläche von über 1000 qm werden rund 6000 Exponate ausgestellt. Vor allem in der «Schatzkammer» in den Kellergewölben des Turms finden sich atemberaubende Ausstellungsstücke. Sollten Sie selbst bei Ihrem Besuch in Kaliningrad am Strand auf Bernsteinsuche gehen, ist allerdings Vorsicht geboten: Kein Grenzbeamter wird es Ihnen übelnehmen, wenn Sie kleine Fundstücke mit nach Hause nehmen wollen, aber ab einer Größe von ca. 50g wird der Versuch, Rohbernstein außer Landes zu führen, mit massiven Strafen geahndet. Über das historische Königsberg legt sich großflächig mit betonschweren Bauten und autobahnbreiten Straßen das moderne Kaliningrad. Als Hauptstadt eines russischen Gebietes, das vom Rest Russlands abgeschlossen ist und eine Zeitzone von Moskau entfernt liegt, zeigt Kaliningrad doch viele Merkmale einer typischen russischen Gebietshauptstadt. Die Hauptachse bildet heute der 3 km lange Leninski Prospekt, der vom Hansaplatz zum Südbahnhof hin verläuft. Eine zweite Schneise durch das alte Stadtbild schlägt der Moskowski Prospekt, der von Osten nach Westen durch achtstöckige Wohnblocks aus Beton durch das alte Zentrum hindurch verläuft. Zahlreiche Monumente kommunistisch−russischer Architektur wie das Kosmonautendenkmal, das Marinedenkmal oder das Haus der Räte bilden wuchtige Verweise auf die jüngere Vergangenheit der Stadt. Ihr deutschsprachiger guide holt Sie in Ihrem Hotel ab und führt Sie auf der halbtägigen Führung in die Vergangenheit und Gegenwart seiner Heimatstadt ein. Neben dem Dom, dem Kantmuseum, dem Wrangelturm und dem Bernsteinmuseum im Dohnaturm erleben Sie eine Reihe weiterer architektonischer Zeugnisse der alten Stadt Königsberg, sowie herausragende Beispiele sozialistischer Plattenbau− Denkmal− und Protz−Architektur. |
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Allgemeine Stadtführung durch Königsberg inkl. Bernstein− Kantmuseum, Dohnaturm, Wrangelturm (Preise in Euro) |
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| Teilnehmeranzahl z.B. | 1 Pers. | 2 Pers. | 3 Pers. | 5 Pers. | ab 10 Pers. |
| Preis pro Person | 109,− | 69,− | 59,− | 49,− | auf Anfrage |
| Tel.: + 49 (0) 30 787 797 − 0 • Fax: − 11 • Mo.− Fr. 10 − 18 Uhr • info@eastline−reisen.de • Impressum |
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