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Die alte Hauptstadt Ostpreußens
Stadtführung durch das alte Königsberg
Ostpreußen, zwischen Litauen und Polen gelegen, war das Stammland der Preußen. Nach der ersten polnischen Teilung 1772 befahl Friedrich der Große, die dabei neu erworbenen Gebiete als Westpreußen und das bisherige Herzogtum Preußen als Ostpreußen zu bezeichnen. Hauptstadt Ostpreußens war bis zum Zweiten Weltkrieg Königsberg. Dem unbefangenen Betrachter erschließt sich von der 700−jährigen deutschen Geschichte der Stadt heute auf den ersten Blick nur wenig. Auf dieser Führung werden Sie daher von Ihrem deutschsprachigen guide in die bedeutsame Geschichte der alten ostpreußischen Hauptstadt eingeführt, die neben Immanuel Kant eine ganze Reihe weiterer berühmter Künstler und Gelehrte hervorgebracht und geprägt hat – man denke nur an Johann Christoph Gottsched, Käthe Kollwitz, Lovis Corinth und Walter Rosenberg.

Von Anfang an war Königsberg Sitz des Domkapitels des Bistums Samland. Seit dem frühen 14. Jahrhundert war die Kneiphofinsel geistlicher Bezirk, in dem der noch heute erhaltene gotische Dom zu Königsberg errichtet wurde. Mitte des 17. Jahrhunderts übernahm der Landhofmeister Johann Ernst von Wallenrodt einen Raum im südlichen Domturm für seine 10.000 Bände umfassende wertvolle Bibliothek. Diese Bibliothek, die seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen ist, übte auf den jungen E.T.A. Hofmann Ende des 18. Jahrhunderts eine so große Faszination aus, dass er im Goldenen Topf den Archivarius Lindhorst in ihren Hallen den Kopisten Anselmus fremdartig−mystische Schriften bearbeiten ließ.

Direkt neben dem Dom befindet sich das Grabmahl Kants – des bedeutendsten Sohnes dieser Stadt. Der große Philosoph verbrachte sein gesamtes Leben in Königsberg und der näheren Umgebung. Sein Diener Lampe musste ihn bekanntlich allmorgendlich notfalls gegen den Willen seines Herren um Viertel vor Fünf aus dem Bett scheuchen, damit Kant seinen streng geregelten Tagesablauf antreten konnte. Eine Nachbildung des im Gefolge des Zweiten Weltkrieges verschollen gegangenen Kant−Denkmals von Christian Daniel Rauch wurde im Frühsommer 1992 auf Initative von Marion Gräfin Dönhoff auf dem Paradeplatz an der Universität enthüllt, in der sich auch ein Kant−Museum befindet.

Die geographische Lage der Stadt, die vom Lauf der Pregel gegliedert ist, brachte den Bau von insgesamt sieben Pregelbrücken mit sich. Das an diesem Umstand entwickelte sog. Königsberger Brückenproblem veranlasste den Mathematiker Leonhard Euler bei der Lösung dieses Problems zur Entwicklung von Methoden, die heute der Graphentheorie zugerechnet werden. An einer dieser Brücken, über die die ehemalige Kneiphofsche Langgasse – heute Leninskij Prospekt – führt, befindet sich die 1967 wiederhergestellte und heute als Kulturhaus der Seeleute fungierende Alte Börse, die nach der Reichsgründung im Stil der oberitalienischen Renaissance erbaut worden war.

Auf dieser Führung spüren Sie den Zeugnissen der preußisch−deutschen Vergangenheit des heutigen Kaliningrads nach. Ihr deutschsprachiger guide holt Sie von Ihrem Hotel ab und legt Ihnen die teilweise verschollenen Schichten der Stadthistorie frei.
Stadtführung durch das alte Königsberg
inkl. Bernsteinmuseum, Kantmuseum, Dom (Preise in Euro)
Teilnehmeranzahl z.B. 1 Pers. 2 Pers. 3 Pers. 5 Pers. ab 10 Pers.
Preis pro Person 99,− 59,− 49,− 39,− auf Anfrage
Tel.: + 49 (0) 30 787 797 − 0 • Fax: − 11 • Mo.− Fr. 10 − 18 Uhr •  info@eastline−reisen.de   •  Impressum
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