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Nordöstlich von Kaliningrad erstrecken sich ausgedehnte Moore. Über wilde Niedermoorweisen wandert der Blick in scheinbar
endlose Weiten, bis er auf einen dunklen Saum am Horizont trifft: das Große Moosbruch. Versuche, das amphibische Land zu
kultivieren sind bis auf den heutigen Tag gescheitert – zum Glück für die Natur, denn die Sumpfwälder beherbergen
Tiere, deren Lebensraum andernorts bedroht ist. Hier finden sich Biber und Sumpfschildkröten, Schreiadler, Schwarzstörche
und Elche. Im hohen Nordosten des Kaliningrader Gebiets befindet sich das ehemalige Tilsit (heute Sowjetsk), berühmt für seine 1907 eröffnete Luisenbrücke, in deren Mitte die Außengrenze der EU verläuft. Berühmt auch für seinen Käse, nach dessen Rezeptur eine gewisse Frau Westphal Mitte des 19. Jahrhunderts diese Spezialität hier zu produzieren begann. Zu Sowjetzeiten war der Tilsiter in Sowjetsk allerdings gänzlich unbekannt. Die geheime Rezeptur hatte den Weg jedoch zu ausländischen Produktionsstätten gefunden. Inzwischen wird er auch in Sowjetsk selbst wieder hergestellt, aber noch heute ist alles, was man heute über die Rezeptur allgemein weiß: er wird geschüttet, nicht gepresst. Obwohl Krieg und Sowjetzeit auch hier ihre Spuren hinterlassen haben, ist das heute 50000 Einwohner zählende Sowjetsk eine der bersterhaltenen und schönsten Städte im ehemaligen Ostpreußen. So zeugen die harmonisch komponierten Straßenzüge in der Altstadt noch heute von der einstigen Bedeutung der ehemals nordöstlichsten Großstadt Deutschlands, die sich schon im Mittelalter zu einem bedeutenden und wohlhabenden Handelszentrum an der Memel entwickelte. Längs der Memel errichtete der Deutsche Orden um 1400 eine Reihe von Festungen, unter ihnen die 12 km östlich von Sowjetsk gelegene Komtursburg Ragnit. 1409 auf dem südlichen Hochufer der Memel aus dem Boden gestemmt, galt Ragnit neben der Marienburg als stärkste Festung des Ordens. Die Bauarbeiten verrichteten Strafgefangene, wovon bis heute der Ausspruch einen Ragniter machen zeugt, womit die Verurteilung von Strafgefangenen zu Zwangsarbeit gemeint ist. Nachdem sie 1829 zu einer Ruine ausgebrannt war, diente sie nach baulichen Veränderungen der zweifelhaften moralischen Hebung von Straftätern – als Gericht und Gefängnis. Heute ist die alte Festung eine Ruine, das mächtige Gemäuer mit seinem steil aufragenden Uhrenturm imponiert aber noch heute: Blickt man von hier aus über das waldige Memeltal, kann man sich eines Gefühls der Erhabenheit über die alltäglichen Sorgen kaum erwehren. Von der Ordensburg aus geht es weiter in die Moor−, Seen− und Waldlandschaft des legendären ostpreußischen Elchwald. Vom internationalen Ökotourismuszentrum in Pait aus unternehmen Sie im Boot eine Exkursion in den Großen Moosbruch, ein Biotop einzigartiger Schönheit und können mit etwas Glück einen Elch, sicherlich aber seltene Vögel und Pflanzen und einige Biber zu Gesicht bekommen. Ihr deutschsprachiger Guide holt Sie morgens in Ihrem Hotel in Kaliningrad und begleitet Sie auf diesem Ausflug. Er erläutert Ihnen Einzelheiten der Geschichte und Gegenwart der einzelnen Stationen dieses Ausfluges und bringt Sie abends zurück zu Ihrem Hotel. |
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Ausflug nach Sowjetsk (Tilsit) inkl. Essen, Bootsfahrt, Burg Ragnit(Preise in Euro) |
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| Teilnehmeranzahl z.B. | 1 Pers. | 2 Pers. | 3 Pers. | 5 Pers. | ab 10 Pers. |
| Preis pro Person | 199,− | 125,− | 95,− | 89,− | auf Anfrage |
| Tel.: + 49 (0) 30 787 797 − 0 • Fax: − 11 • Mo.− Fr. 10 − 18 Uhr • info@eastline−reisen.de • Impressum |
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