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Ordensritter, Trakehner und ein Märchenurwald
Ausflug: Tschernjachowsk (Insterburg) / Majowka (Georgenburg) / Rominter Heide
Wo Inster und Angerapp sich küssen und die Pregel ihren Lauf nimmt, kontrollierten schon die alten Pruzzen den passierenden Verkehr. Im 14. Jahrhundert errichteten die Ordensritter auf einer Bergnase die Ordensburg Insterburg. Im Laufe der Jahrhunderte hat die Stadt immer wieder schwere Schläge einstecken müssen. Brände, die Pest und schließlich der Durchmarsch der französischen Armeen vor Napoleons Rußlandsfeldzug 1812 richteten großen Schaden an. Begünstigt durch den Bau der preußischen Eisenbahn konnte die Stadt dann im späteren 19. Jahrhundert einen gwissen Wohlstand entwickeln. Obwohl die Stadt 1945 zu 60% zerstört wurde, läßt sich dieser Wohlstand noch im heutigen Tschernjachowsk an den Fassaden der alten Gebäude erkennen.

Der Alte Markt, den Reiseführer einst als schönsten Platz Europas feierten, wurde in der Nachkriegszeit zwar niedergerissen, um Platz für ein Lenin−Denkmal zu schaffen, aber Türme der alten reformierten und der katholischen Kirche grüßen den Besucher schon von weitem über die Dächer der Stadt hinweg. Die Burg selbst hat seit den 90er Jahren eine rasante Entwicklung genommen, als sich eine Gruppe geschichtsinteressierter junger Menschen des Komplexes annahmen. Im Innenhof wurde das alte Pflaster freigelegt und in einem Flügel des Schlosses ein Museum eingerichtet.

Nur vier Kilometer nördlich vor Tschernjachowsk erreicht man über eine Chaussee die Majowka (Georgenburg), die sich am Nordufer der Inster erhebt. Die ehemalige Festung des Bischhofs von Samland, dem nach Ordensrecht ein Teil des eroberten Landes zustand, wurde im 14. Jahrhundert errichtet, und von der Anlage ist heute noch erstaunlich viel erhalten. In dem Gestüt neben der Georgenburg werden seit 250 Jahren Trakehnerpferde gezüchtet. In jüngster Zeit hat ein russischer ölkonzern das alte Landgestüt wieder errichten lassen und über die Weiden gallopieren rassige Warmblüter. Auf Wunsch können Sie von hier aus einen Ausritt durch die Heimat der wohl berühmtesten Pferderasse Europas unternehmen.

Auf der «Grüne Straße» geht es weiter in das fruchtbare Land zwischen Inster und Angerapp, wo die Landwirtschaft ertragreicher ist als im restlichen Kaliningrader Gebiet. In Gusew (Gumbinnen) kann man preußisch−gradlinige Stadtplanung bewundern: Nachdem die Stadt von der Pest heimgesucht worden und fast vollständig entvölkert war, ließder Soldatenkönig sie komplett neugestalten und mit Glaubensflüchtlingen aus ganz Europa besiedeln. Die nach Plänen Schinkels errichtete «Neue Regierung» auf dem Marktplatz erreicht man über vier Hauptstraßen, die kreuzförmig auf ihn zulaufen. Von der Herkunft einer bedeutenden Gruppierung der Neubürger zeugt noch heute die Salzburger Kirche.

Der Mythos Ostpreußens aber lebt heute vor allem in seine Landschaften weiter: Die Rominter Heide ist einer der letzten Urwälder Europas. Hier findet man bis zu vierzig Meter hohe 250 Jahre alte Kiefern und Dörfer, in denen Störche den Hühnern zahlenmäßig Konkurrenz machen. Auf einer ausgedehnten Wanderung, die Ihren körperlichen Möglichkeiten angepasst wird, erreichen Sie einen romantischen See, an dem Sie je nach Jahreszeit ein russisches Grill−Picknick oder ein gemütliches und nahrhaftes Forsthaus erwartet.

Ihr deutschsprachiger Guide holt Sie morgens in Ihrem Hotel ab und begleitet Sie fachkundig auf diesem Tagesausflug. Nach dem Abendessen im märchenhaften Ambiente der Rominter Heide bringt er Sie zurück in Ihr Hotel in Kaliningrad. Optional können Sie den Ausflug um eine Nacht in einer Hütte und morgendlicher Wanderung in der Rominter Heide verlängern.
Ausflug: Tschernjachowsk (Insterburg) / Majowka (Georgenburg) / Rominter Heide inkl. Museum, Essen (Preise in Euro)
Teilnehmeranzahl z.B. 1 Pers. 2 Pers. 3 Pers. 5 Pers. ab 10 Pers.
Preis pro Person 199,− 125,− 95,− 89,− auf Anfrage
Tel.: + 49 (0) 30 787 797 − 0 • Fax: − 11 • Mo.− Fr. 10 − 18 Uhr •  info@eastline−reisen.de   •  Impressum
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